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An der Maintalautobahn gibt es zwei privat betriebene Rasthöfe (keine staatlichen Raststätten), die Euro-Rasthöfe in Werneck und Knetzgau, die Jürgen Walz als Pächter führt. Ein dritter Rasthof hat sich im Gewerbegebiet Schweinfurter Hafen etabliert. Der Fernfahrer, der bei Walz seine Nacht verbringen will, muss eine Gebühr von zehn Euro zahlen, die ihm aber bei der Einkehr im Rasthof vergütet wird. „Vielen Fahrern, vor allem aus Osteuropa, ist das aber zu teuer“, sagt Walz.
Parkplätze bekommen Namen Diese weichen auf die nicht bewirtschafteten Parkplätze an der Autobahn aus, die lange Zeit namenlos waren, inzwischen aber „getauft“ wurden, weil sie sich in vielen Straßenkarten und den Navigationsgeräten wiederfinden – wichtig für die Fernfahrer, damit sie ihre Touren planen können. Solche Parkplätze mit WC finden sich an der A70 jeweils in beiden Fahrtrichtungen bei Theres/Horhausen („Steins-äcker“) und bei Limbach unmittelbar nach dem Tunnel Schwarzer Berg („Spitzberg“). Auf den Parkplätzen haben jeweils rund zehn Lastzüge Platz. Größer sind die Stellflächen in den Rasthöfen, die Walz im letzten Jahr sogar erweitert hat: in Werneck von 55 auf knapp 100 Lkw-Parkplätze und in Knetzgau von 80 auf etwa 130. Reicht das Angebot? Walz sagt ja, es sei „immer ein Platz zu finden“ für die Brummi-Lenker, meint er, allerdings nicht ganz uneigennützig: Denn ein weiterer bewirtschafteter Rastplatz an der A70 wäre Konkurrenz für ihn. Aber nicht nur aus diesem Grund regt sich heftiger Widerstand gegen die Überlegungen, in Staffelbach eine Raststätte zu errichten. Für die Anwohner dort ist das Lärm- und Abgasargument ausschlaggebend.
„Wir warten die Zählung und die Auswertung ab.“ Diana Schmitt, Direktion Inzwischen beschäftigen sich höchste politische Kreise mit dem „Politikum“ Rastplatz, wenngleich die Diskussion sich nach der Bundestagswahl spürbar beruhigt hat. Bei der Autobahndirektion Nordbayern ist man darüber gar nicht so unglücklich, denn dort will man in aller Ruhe die Fakten als Entscheidungsgrundlage für das Bundesverkehrsministerium zusammenstellen. „Die entscheidende Frage ist: Stehen an der A70, und zwar auch auf längere Sicht, genügend Parkplätze für die Lastwagen zur Verfügung?“, sagt Diana Schmitt, die Sprecherin der Autobahnbehörde . Um diese Frage zu beantworten, wurden an den Zufahrten zu den Rast- und Parkplätzen automatische Zähl-einrichtungen installiert. Zwischenergebnisse nennt die Autobahndirektion nicht. „Wir warten die Zählung und die Auswertung ab“, so Diana Schmitt, die „frühestens im Frühjahr“ mit Ergebnissen rechnet. Bis dahin liegt das Projekt Staffelbach in jedem Fall auf Eis. Abwarten will die Behörde in Nürnberg auch, wie sich ein neues Leitsystem für die Brummi-Parkplätze auswirkt. An der A70 soll eine Anzeigetafel den Lkw-Fahrern schon weit vor Knetzgau signalisieren, ob und wie viele Parkplätze dort frei sind. Die Tafel gibt es schon; da, wo sie noch aufgestellt werden soll, fehlt allerdings eine Kleinigkeit, eine Steckdose.
Das Lkw-Aufkommen steigt Auf der Maintalautobahn fahren täglich rund 40 000 Fahrzeuge mit einem Lastwagen-Anteil von etwa einem Drittel. Der soll nach den Prognosen bis 2020 auf bis zu 50 Prozent steigen.
Quelle: Fränkischer Tag vom 23.01.2010
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